DIE GEIRRTEN GRUPPIERUNGEN - ACHLI BIDAH
2. Die Salafiten - Salafiyyah
Sie behaupten, "Selefismus" wäre der Name der angeblichen Rechtsschule von allen Sunniten gewesen, bevor die Rechtsschulen "Aschari" und "Matüridi" gegründet wurden. Selefismus wäre die Rechtsschule der Gefährten des heiligen Propheten und von deren Anhängern.
Viele sunnitische frühere Gelehrten zählen sie zu sich und greifen andere ebenfalls sunnitische Gelehrte an wie beispielsweise Kadi Baydawi und Imam Fachreddin Rasi. Sie behaupten die muslimischen Gelehrten wie Imam Ghasali, Imam Rasi und Baydawi hätten Glaubenswissenschaften mit Philosophie gemischt.
Die Glaubenswissenschaft der Nachfolger hätte verhindert, dass sich die Rechtsschule Selefismus ausbreitet. Ibni Teymiyye und sein Schüler, Ibnül Kayyim, hätten versucht, die Rechtsschule Selefismus zu beleben. Später sei die Rechtsschule Selefismus in zwei geteilt worden. Die ersten Selefiten hätten die Eigenschaften ALLAHs des Erhabenen, und die Symbolischen heiligen Verse nicht ausführlich erklärt. Die späteren Selefiten hätten es für wichtig gehalten, diese in Einzelheiten zu erklären. Die Selefiten sind gegen die Auslegung von manchen heiligen Versen der Glaubensgelehrten der Sunnah. Sie trennen sich von den verirrten Müschebbichiten (Anthromorphisten), indem sie äußern, dass weder das Gesicht noch das Kommen ALLAHs, des Erhabenen, denen der Menschen nicht gleichen.
Es ist nicht richtig zu behaupten, dass die Glaubenslehre Aschari und Matüridi nachher gegründet worden sind. Diese zwei großen Glaubensgelehrten haben die Glaubenskenntnisse, welche die Gefährten des heiligen Propheten und deren Anhänger (Selefi Salichin) berichtet hatten, erklärt, klassifiziert und auf verständlicherweise verbreitet, damit es auch jeder verstehen kann. Der Glaubensgelehrte Aschari ist ein großes Kettenglied der Schülerschaft von Imam Schafi und ebenso der Glaubensgelehrte Matüridi von Imam Asam Abu Hanifa. Die Gelehrten Aschari und Matüridi haben keine Schule gegründet und sind nicht aus dem Glaubensgemeinsamkeit der Rechtsschulen ihrer Lehrer ausgetreten.
Diese Gelehrten und ihre Lehrer, die Gründer der vier Rechtsschulen haben einen einzigen Glauben. Den nennt man Glauben der Anhänger der Sunnah (Achli Sunnah). Die Anhänger der Sunnah haben den gleichen Glauben wie die Gefährten des heiligen Propheten (s.a.s.), und deren Nachfolger. Das Buch "Fiqchul Akbar" von Imam Abu Hanifa verteidigt das Glauben der Sunnah. In diesem Buch und im Buch "Ildschamul Awam Anil Qalam" von Imam Ghasali steht das Wort Selefiyye nicht. Diese zwei Bücher und das Buch "Kawlul Fassl", eine Erklärung des Buches Fiqchul Akbar enthalten Kenntnisse über die Anhänger der Sunnah und Ablehnung von Irrlehren der Verirrten und der Philosophen. Die Bücher Kawlul Fassl und Ildscham wurden in Istanbul gedruckt. Imam Ghasali schrieb in dem Buch Ildschamul Awam folgendes: "In diesem Buch werde ich erklären, dass die Lehre von Selefi Salichin, den Gefährten des heiligen Propheten und deren Anhängern recht und eine jede von diesem Weg abgewichene Sekte, unrecht ist. Die Grundsätze dieses rechten Weges sind sieben." So versteht man, dass das Buch Ildscham sieben Grundsätze der Lehre von Selefi Salichin enthält.
Diese als "die sieben Grundsätze der Selefiyye" zu nennen, heißt, den Text des Buches zu verändern und den Religionsgelehrten, Imam Ghasali zu verleumden. In allen Büchern der Gelehrten der Sunnah und auch in dem Buch für Rechtswissenschaft "Durrul Muchtar" steht in dem Teil "Zeugenschaft" "Seleff, Vorgänger, sind die Gefährten des heiligen Propheten und deren Anhänger. Man nennt sie auch Selefi Salichin. Haleff, Nachfolger, sind die Gelehrten der Sunnah, die den Selefi Salichin folgen." Die Religionsgelehrten Imam Ghasali, Imam Rasi und Imam Baydawi, großer Gelehrter für Quranauslegung, waren alle auf dem Weg von Selefi Salichin. Die verirrten Sekten (Gruppierungen), die in ihrer Zeit auftauchten, mischten die Philosophie in die Glaubenswissenschaft (z.B. die Mutasiliten). Sie gründeten ihren Glauben sogar auf die Grundlage der Philosophie.
In den Büchern "Milel" und "Nichal" wird der Irrglauben dieser verirrten Sekte ausführlich erklärt. Diese drei Religionsgelehrten gaben eingehende Antworten auf ihre Philosophie, indem sie ihre verirrten Gedanken widerlegten, während sie den Glauben der Sunnah gegen diese Irrlehren verteidigten. Diese Antworten sind nicht eine Mischung der Philosophie und der Lehre der Sunnah, sondern die Befreiung der Glaubenswissenschaft von den philosophischen Gedanken, die mit dieser Strömung vermischt wurden. Es gibt keine philosophischen Gedanken und keine philosophische Grundlage in dem Quranauslegungsbuch Baydawi und Scheychsade, einem der wertvollsten Erläuterungsbücher von Baydawi. Die Behauptung, diese Religionsgelehrten wären auf dem Weg der Philosophie, ist eine sehr böse Verleumdung! Der erste Verleumder, der die Gelehrten der Sunnah so verleumdet hat, ist Ibni Teymiyye, Verfasser des Buches Waslta . Die Ansicht äußern, dass Ibni Teymiyye und sein Schüler, Ibnül Kayyim, versuchten, die Rechtsschule Selefismus zu beleben, ist der endgültige Trennungsstrich zwischen den Rechtschaffenen und den Verirrten.
Vor diesen zwei Personen gab es das Wort "Selefiyye" nicht, geschweige dass es sich um eine Rechtsschule namens Selefismus handelte. Vor diesen zwei gab es die Lehre "Selefi Salichin", die man Glauben der Anhänger der Sunnah nannte. Diese rechte Lehre hat Ibni Teymiyye verdorben und viele Irrlehren, erfunden. Diese Irrlehren von Ibni Teymiyye sind heute die Quellen der verirrten Gedanken und irreführenden Bücher der Anhängern der Irrlehren und Religionsreformatoren. Um die Jugendlichen zu täuschen, haben diese Verirrten eine teuflische List angewendet. Sie haben Selefi Salichin, die Gefährten des heiligen Propheten und deren Anhänger, "Selefiten" genannt. Auf diese Weise beabsichtigen sie die Jugendlichen irrezuführen, indem sie gleichzeitig Irrlehren und die verirrten Gedanken von Ibni Teymiyye verteidigten. Sie verleumden und beschuldigten die Gelehrten der Sunnah, die aus den Nachfolger der Gefährten des heiligen Propheten und aus deren Anhängern stammen, sich von der angeblichen Rechtsschule Selefismus getrennt zu haben. Sie haben Ibni Teymiyye als Religionsgelehrter vorgestellt, der die angebliche Rechtsschule Selefismus belebt hätte.
Die Gelehrten der Sunnah, Friede sei mit ihnen, haben jedoch bis heute in ihren Büchern immer die Glaubenskenntnisse der Lehre der Gefährten des heiligen Propheten und deren Anhängern, verteidigt. Sie haben berichtet, dass Ibni Teymiyye, Schewkani und andere sich von dem Weg der Selefi Salichin getrennt haben und somit die Muslime zum Unglück und zur Hölle führen. Die Moslems sollten ganz genau wissen, dass es keine Rechtsschule namens "Selefiyye" im Islam gibt. Es gibt nur die Lehre "Selefi Salichin" im Islam. Selefi Salichin, d.h. die rechtschaffenen Vorgänger, sind die Muslime der ersten zwei Jahrhunderte (nach Hidschra), die mit der heiligen Hadith gelobt wurden. Die islamischen Gelehrten von 3. und 4. Jahrhunderten nennt man Haleffi Sadikin, die treuen Nachfolger.
Das Glauben dieser ehrwürdigen Menschen ist der Glaube der Anhängern der Sunnah. Den Glauben der Sunnah gründete der heilige Prophet (s.a.s.). Von ihm erhielten seine Gefährten die Glaubenskenntnisse. Die Anhänger der Gefährten des heiligen Propheten haben diese Kenntnisse von ihnen erhalten. So haben die Nachfolger der Nachfolger es, von ihnen gelernt. Auf diese Weise sind die Kenntnisse der Sunnah durch (mehrfache und sichere) Überlieferung bis heute gelangt. Man kann diese Kenntnisse nicht durch Vernunft herausfinden (z.B. jenseitsbezogene Informationen).
Die Vernunft darf diese Kenntnisse nicht ändern. Man kann sie mit Hilfenahme des Vernunftes verstehen. Man benötigt die Vernunft um diese Kenntnisse zu begreifen. Alle Hadithgelehrten waren im Glauben der Anhänger der Sunnah. Die vier Rechtsschulgründer, die ihre Rechtsschulen hinsichtlich der Handlungen gegründet haben, waren auch in gleichem Glauben. Die Glaubensgelehrten Matüridi und Aschari, die Gründer der zwei Glaubenslehren, waren ebenfalls im Glauben der Anhänger der Sunnah. Diese zwei Glaubensgelehrten haben immer diesen Glauben verbreitet. Gegen die Verirrten und gegen die Materialisten, die sich zu dem alten griechischen philosophischen Glauben bekehrt hatten, verteidigten sie diese einzige Glaubenlehre. Obwohl diese zwei Gelehrten der Sunnah in der gleichen Zeit lebten, verteidigten sie den Glauben der Sunnah unterschiedlich gegen ihre Gegner und kritisierten ebenso verschieden die Irrlehren. Sie befanden sich in anderen Orten. Das zeigt nicht, dass ihre Lehre unterschiedlich war.
Hunderte von Gelehrten und Heiligen, die ihre Nachfolger waren, teilten übereinstimmend mit, dass diese zwei großen Glaubensgelehrten im Glauben der Sunnah waren, indem sie ihre Bücher untersuchten. Die Anhänger der Sunnah deuteten die heiligen Verse und Hadithe offenbar und sie haben diese Bedeutungen nicht verändert. Die Anhänger der Irrlehren und die Religionsreformisten dagegen haben die Glaubenskenntnisse und die Anbetungen ohne Zögern verändert, indem sie den griechischen Philosophen und den Naturalisten folgten. Als das Osmanische Reich, die Wache des Islam und der Diener der Gelehrten der Sunnah war, das aber infolge der seit Jahrhunderten fortgesetzten kolonialistischen Tätigkeiten und aller Mittel und widerwärtigen Politik des kolonialistischen Britischen Imperiums (und anderer Staaten) zerfiel, fanden die Verirrten Gelegenheit, den Islam anzugreifen. Sie begangen besonders in den Ländern, wo man die Gelehrten der Sunnah nicht anerkennt, wie zum Beispiel in Saudi Arabien, durch teuflische Lügen und Listen über den Glauben der Sunnah herzufallen und den Islam innerlich zunichte zu machen.
Der Religionsgelehrte Abul Feredsch Ibnul Dschewsi und andere islamische Gelehrte hinderten die Verbreitung dieser Zwietracht, indem sie berichten, dass die Selefiten Anhänger der Irrlehre "Müdschessime" sind, die ALLAH, den Erhabenen, als Körper bezeichneten. Im siebten Jahrhundert nach der Hidschra stiftete Ibni Teymiyye diese Zwietracht wieder an. Die verirrte Gesinnung von Ibni Teymiyye wurde zur Quelle für die Wachhabiten und andere Verirrten. Ibni Teymiyye wurde in der Rechtsschule Hanbali herangebildet, d.h. er war im Glauben der Sunnah. Nachdem er Schriftgelehrter für Urteilfällen wurde, bildete er sich viel auf seine Kenntnisse ein und pflegte voll Hochmut auf die Gelehrten der Sunnah herabzusehen. Die Vermehrung seiner Wissenschaft verursachte, dass er hochmutig und glaubensabtrünnig wurde. Er durfte nicht mehr in der Rechtsschule Hanbali bleiben. Denn um zu einer der vier Rechtsschulen zu gehören, muss man sich im Glauben der Sunnah befinden. Einer, der nicht den Glauben der Sunnah besitzt, darf nicht Hanbalit genannt werden. Inzwischen sind die Salafiten in mehrere Gruppen geteilt. Sie gibt es verstärkt seit ca. 100 Jahren.